GolfFlow - Schöner als alles andere

Apr 4 / Christine Weber
Ich finde dieses Jahr wirklich spannend, weil ich den Prozess “vom Winterschlaf zurück auf den Golfplatz” so bewusst gehe. Ich finde die Zeit zwar etwas harzig, weil es fühlt sich an, als ob mein Körper oder mein Kopf die Kraft noch nicht entwickelt haben, den Fokus zu halten und die innere Ruhe zu finden.

Aber heute, Juhui, darf ich erstmals berichten, dass ich annähernd sowas wie GolfFlow erfahren habe. Alles geschah beim Putten bei meiner geliebten “fiesen Pinky Übung”! Falls du die Pinky-Übung nicht kennst, sie ist in meinem Buch “In der Ruhe liegt dein Golf” auf  Seite 30 beschrieben. Falls du mein Buch noch nicht hast - kannst du hier "In der Ruhe liegt dein Golf kaufen.


Zuerst habe ich wie gewohnt den Schlag kalibriert und links und rechts am Loch vorbei geputtet. Dann habe ich versucht, den Ball linksrum und rechtsrum auslippen zu lassen.

Diese Übung liegt zwar etwas über meinem Skill-Level. Trotzdem war das Spiel so spannend… denn ich durfte den Ball eigentlich nicht einlochen und habe trotzdem präzises Putten geübt.

Dann begann ich mit der fiesen Pinky Übung aus der Distanz von 90 cm. Es brauchte mehr als eine Runde von 10 Putts, bis ich meine neun oder zehn Putts einlochen konnte. Aber es half mir, so langsam in die Ruhe und den Fokus fürs Putten zu kommen.

Ah - als Aufmunterung zu meinem Training kam Pinky höchstpersönlich vorbei. Es ist echt wahr. Ich war auf einem riesigen Putting Grün mit mehr als 50 Fähnchen.

Ich war ganz alleine auf diesem Grün in Quinta da Ria, Portugal. Dann kam dieser Typ der aussah wie Otto. Er puttete unmittelbar an den zwei Fähnchen neben mir. Ständig puttete er mit seinen 5 Bällen neben mir hin und her. Es war echt absurd, wie nah er sich neben meinen Trainingsplatz  ausbreitete. Er stand mir immer im Weg, wenn ich die Puttlinie von hinten anschauen wollte. Anyway, ich habe geschmunzelt und mich freudig in meine Putting-Übung vertieft.
Pinky hat mich heute wenig ablenken können… sonst hätte ich ja keinen GolfFlow gefunden.

Als ich die Distanz um eine oder zwei Fusslängen vergrössert hatte, zeigte sich meine heutige links- Tendenz noch stärker. Ich habe für ein paar Schläge die Linie mit einem Schläger markiert, um die Ausrichtung von Körper und Schlägerkopf zu prüfen. Da die Ausrichtung korrekt war, widerstand ich allen Versuchungen eines “Schwung” Fixes. Ich begab mich auf die Suche, welche Schlagroutine es braucht, um die grösste Konstanz in den Putts zu finden und diese links-Tendenz zu korrigieren.

Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, wie ich meine Aufmerksamkeit beim Putten lenken musste. In der Schlagvorbereitung habe ich mir vorgestellt, wie ich den Ball treffen will, um den Ball mit einem Mini-Draw aufs Loch zu spielen. Dies ist natürlich nicht ein echter Draw, wie wir ihn mit dem Driver spielen können. Es ging mir mehr darum, den “Draw” in meiner Vorstellung zu "sehen" und im Treffmoment zu “fühlen”. So konnte ich meine Aufmerksamkeit tief in diese Aufgabe einbinden.  

Und durch dieses Einbinden meiner Aufmerksamkeit, mit allen Sinnen, kam langsam mein Gespür fürs Putten zurück. Und meine Ruhe. Und als ich dies bewusst bemerkte, dachte ich “Oh cool, der GolfFlow ist da” - und weg war er wieder.
Und dann ging diese Gratwanderung los, die mich so aufrichtig beglückt. Gelingt es, meine ganze Aufmerksamkeit im Moment der Schlagvorbereitung und des Schlages zu bündeln, dass ich voll und ganz in meiner rechten Gehirnhälfte (dem Bild vom Draw) und dem Fühlen (vom Treffmoment im Körper) bin? Und genau dieses subtile Ringen, Kopf gegen Körper, denken gegen fühlen, kontrollieren gegen loslassen, ist die Praxis, die meine Flow-Fähigkeit stärkt.

Was ist der Sinn davon? Nebst besser zu Putten? Es hinterlässt eine tiefe Freude und Ruhe in mir. Dieses Gefühl der Freude und innerer Ruhe kann einpaar Tage anhalten. Weiter, es erhöht die Chance, dass ich in naher Zukunft, meine Aufmerksamkeit intensiver lenken kann. Diese  "fiese Pinky Übung" ist meine beste und intensivste Meditation überhaupt.

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ÜBER DIE AUTHORIN

Christine Weber

"Birdieputt ist mehr als Golf Mentaltraining Schweiz – es ist meine Passion, Menschen auf dem Golfplatz zu begleiten."
In ihren Kursen, Coachings und Golfgruppenreisen, verknüpft Christine Weber auf magische Weise ihre eigenen Erfahrungen als Golferin mit Handicap 4.5 und als Golf Mental Coach. Sie kennt die Nöte der Golferinnen und Golfer nur zu gut. In ihrem Buch “In der Ruhe liegt dein Golf” veranschaulicht sie mit unterhaltsamen Geschichten, warum uns Golf den letzten Nerv raubt.

Christine Weber ist 51 Jahre alt und hatte während rund 20 Jahren verschiedene Führungspositionen in der Wirtschaft und Verwaltung inne. Christine Weber ist Betriebsökonomin, Golf Mental Coach und Komplementärtherapeutin. 

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